Früchte
waren schon früher unsere Nahrung...

Papst und Kirchenväter zu Jesu Tierliebe


  Inhalt - Auszüge aus
400 Jh: Papst Damasius I. * Papst Benedikt XVI *
 

Regenbogen-Linie

©Regina Franziska
Rau "Du bist nicht allein"

2. Mose 20, 1- 17 5. Gebot: "Du sollst nicht töten!"
es ist immer wieder sehr interessant zu sehen, wie flink und geschickt man sich hier mit der Interpretation: "im Krieg" - oder statt töten mit "morden" weiterhilft, um nicht am Gesagten selbst innehalten zu müssen und tiefer zu erkennen. Das Leid der Tiere ist schlichtweg noch immer nicht ins Bewusstsein der Menschen gedrungen, obwohl es neben der Lehre des Heils für die Menschen eine der wichtigsten Botschaften Jesu war, das Leid für die Tiere abzuschaffen.


Papst und Kirchenväter zu Jesu Tierliebe

Der blutrünstige und ausschweifend lebende Papst Damasius I. erteilte im 4. Jahrhundert dem Hieronymus (347-419) den Auftrag, eine Bibel im Sinne der kath. Kirche herzustellen. Zugrundeliegende bekannte lateinischen Evangelien wurden an 3.500 Stellen verändert !!!

Der Kenner der ursprünglichen christlichen Lehren und der amtlich bestellte Ersteller unserer Bibel (Vulgata), Kirchenvater Hieronymus sprach sich in einem Brief an sinen Freund Juvenian entschieden gegen den Fleischverzehr au (siehe rosarote Textstelle). Er mußte es wissen ! Jesus war gegen das Töten und essen von Tieren, gegen die Blut-Opfer. Er selbst ist das Lamm, das sich stattdessen symbolisch zum Passa-Fest opferte, damit die Menschen endlich aufhören mit den blutigen "Opfern":

"Der Genuß von Tierfleisch war bis zur Sintflut unbekannt; seit der Sintflut aber gibt man uns die Nerven und den stinkenden Saft des Fleisches unter die Zähne, gleich wie man dem murrenden Volk in der Wüste Wachteln vorwarf. Jesus Christus, der am Ende der Tage gekommen ist, hat das Ende an den Anfang zurückgeführt, so daß es uns heute nicht mehr gestattet ist, Fleisch zu essen."

Als Hieronymus um das Jahr 370 von Papst Damasus den Auftrag bekam, alle vorhandenen Evangelientexte neu ins Lateinische zu übersetzen und zu einer großen Schrift (Bibel) zu ordnen, war er verzweifelt: Keine zwei Texte hatten eine längere Übereinstimmung. Alles wich voneinander ab.

Hieronymus schrieb an den Papst:

„Auch meine Verleumder müssen bestätigen, daß ... in Abweichungen nicht die Wahrheit anzutreffen ist. Wenn nämlich auf die lateinischen Texte Verlaß sein soll, dann mögen sie bitte sagen: Welchen? Gibt es doch beinahe so viele Textformen, wie es Abschriften gibt."

Hieronymus änderte die Schrift an 3500 Stellen. In ahnender Voraussicht schreibt Hieronymus an den Papst:

„Wird sich auch nur einer finden ..., der mich nicht, sobald er diesen Band [Bibel] in die Hand nimmt ..., lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern?"

Man muß zugeben, Hieronymus hatte keine einfache Aufgabe. Am liebsten hätte er komplett auf die griechischen Original-Texte zurückgegriffen und danach all die Fehler verbessert, die durch „unzuverlässige Übersetzer" entstanden sind. Auch die „Verschlimmbesserungen waghalsiger, aber inkompetenter Textkritiker", wie sie Hieronymus in seinem Brief an den Papst nennt, hätte er dadurch leicht ausmerzen und die „Zusätze oder Änderungen unaufmerksamer Abschreiber" ungeschehen machen können.
Doch allzuviel getraute sich Hieronymus wohl nicht, da sich die Römer bereits durch Lesungen an einen gewissen Text gewöhnt hatten. Deshalb habe er seine „Feder in Zaum" gehalten, schreibt er. Er soll die Schrift lediglich an 3500 Stellen geändert haben ...
Im übrigen war auch auf die hebräischen und griechischen Urtexte wenig Verlaß - zu viel wurde in den fast 300 Jahren seit ihrer Entstehung schon an ihnen verändert. (siehe

Das bekennt sogar Papst Benedikt XVI. in einer Abendmahlsrede:
Papst Benedikt XVI. in der Lateran-Basilika; Gründonnerstag, am 5. April 2007 - Worte zum Pascha-Fest (Ostern)

"Jesus hat Pascha gefeiert: Ohne Lamm."

Liebe Brüder und Schwestern,...
Dieses Mahl Israels mit seinen vielfältigen Bedeutungen hat Jesus mit den Seinen am Abend vor seinem Leiden gefeiert. Von diesem Kontext her müssen wir sein neues Pascha verstehen, das er uns in der heiligen Eucharistie (chr. Abendmahl) geschenkt hat. In den Berichten der Evangelisten gibt es einen scheinbaren Widerspruch zwischen dem Evangelium des heiligen Johannes einerseits und dem, was uns Matthäus, Markus und Lukas mitteilen. Nach Johannes ist Jesus genau in dem Augenblick gestorben, in dem im Tempel die Pascha-Lämmer geopfert wurden. Sein Tod und das Lamm-Opfer im Heiligtum fielen zusammen. Das bedeutet aber, daß er am Vorabend des Pascha gestorben ist und selbst kein Pascha-Mahl gehalten haben kann - so scheint es jedenfalls. Nach den drei synoptischen Evangelien hingegen war Jesu letztes Mahl ein Pascha-Mahl, in dessen überlieferten Rahmen hinein er das Neue der Gabe seines Leibes und Blutes einsenkte. Dieser Widerspruch erschien bis vor kurzem unlösbar: Die Mehrheit der Ausleger war der Meinung, Johannes habe uns nicht das wirkliche historische Datum des Todes Jesu mitteilen wollen, sondern ein symbolisches Datum gewählt, um so die tiefere Wahrheit deutlich zu machen: Jesus ist das neue, das wahre Lamm, das sein Blut für uns alle vergossen hat.
Die Schriftfunde von Qumran haben inzwischen zu einer überzeugenden Lösungsmöglichkeit geführt , die zwar noch nicht allgemein angenommen ist, aber doch eine hohe Wahrscheinlichkeit für sich hat. Jesus hat tatsächlich am Vorabend des Pascha-Festes zur Stunde des Lamm-Opfers sein Blut nach dem Qumran-Kalender, also wenigstens einen Tag früher gefeiert, ohne Lamm gefeiert, wie Qumran, das den Tempel des Herodes ablehnte und auf den neuen Tempel wartete. Jesus hat Pascha gefeiert: Ohne Lamm... (auch nachzulesen unter:
http://www.gott.es/tierliebe3.htm

Ich bin leider noch immer davon überzeugt, wenn Jesus nun wie damals käme und den Leuten predigen würde, die Tiere nicht zu quälen, sie nicht zu töten, nicht ihr Fleisch zu essen und auch den Alkohol zu meiden, so würden sie ihm trotz seines Charisma und einiger "Wundertaten" wegjagen. Sie würden ihm Heilverbot geben, wie sie es auch bei Bruno Gröning taten, der bis 1959 in großen Wundern wirkte - und Jesus hätte es ähnlich schwer wie ich es früher und heute noch gelegentlich als Vegetarier und Rohköstler erfahre. Sie würden ihn zuerst verlachen. Wenn das nicht ausreichte, würden sie ihn noch immer mit Sanktionen belegen. Und wenn das nicht reichte, ihn loszuwerden, würden sie ihn vielleicht sogar heute noch umbringen. Und das nicht - sondern gerade weil er niemandem ein Leid zufügte - sondern weil er den Menschen die Augen öffnete.

Noch etwas zum „Denken“

Marc Aurel, röm. Philosoph: Wir sind das Ergebnis unserer Gedanken.
Aus Buddhas Lehre entstammt der Satz: „Alles was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir gedacht haben“
Und in der Bibel steht: „Wie ein Mensch, denkt so ist er“.

In diesem Sinne ist klar, dass das einzig Sinnvolle ist, gut-erfreulich-positiv-schön usw. zu denken. So hat jeder das Leben, das er sich „gedacht“ hat. Die gute Nachricht ist: mit unseren Gedanken kann es nur besser werden!

 


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