Anlässlich der 1000-Jahrfeier
von Deggendorf im Jahr 2003 bewarb ich mich mutig
um die Teilnahme an der großen Muhlti-Kuhlti
Parade, die von dem bekannten Künstler Peter
Klonowski aus Obernzell bei Passau geleitet wurde.
Ich bekam eine Kuh von der Inhaberin des Handarbeitsladens
Hötzl in Deggendorf gestellt und freute mich
wie ein kleines Kind über diese Herausforderung.
Es sollten etliche Profi-Künstler und auch
Nachwuchstalente mitmachen.
Die
Aktion wurde ein gro"er Erfolg - und die Kühe
in der Stadt gaben so manchen Anla" für
Streitigkeiten in der Bevölkerung. Die einen
meinten, es sei eine Schande, diese Plastikkühe
in der Stadt zu haben. Normaler Weise finde ich
das auch. Aber in einer Zeit, in welcher die Kinder
in der Schule im Aufsatz schreiben, dass die Milch
aus dem Tetrapack im Laden kommt, war es mir eine
Freude, zum Thema "das Landleben den Menschen
wieder näher bringen" beitragen zu dürfen.
Und
in der Tat: ich habe im Vorbeigehen viele Menschen
über diese "schrecklichen Plastikkühe"
reden gehört. Aber ich habe auch still und
heimlich bemerkt, dass die Menschen endlich wieder
ein Thema hatten, dass sie untereinander wieder
näher rücken liess. Es gab regelrechte
Menschenaufläufe wegen der Kühe...
Es
gab auch jede Menge Spa". Z.B. konnten die
meisten Leute sich nicht genug über meine Kuh
mit den Strapsen wundern. Sie befühlten und
beäugten sie von allen Seiten und machten ihre
tollen Kommentare. Einmal hörte ich einen Jungen
laut rufen: "Mama - schau mal, kann man die
Kuh melken?"... Das war dann der Anlass für
die Elten, ausführlich über die Kühe
auf der Wiese zu reden...
Nach
den ersten Lampenfieber gings erst mal gut voran,
bis ich merkte, dass es daran haperte, einige meiner
Ideen in die Realität umzusetzen. Wie ich das
von mir schon so gut kenne, radelte ich voller Angst
nach Hause, bekam prompt Fieber und traute mich
nicht mehr in die Halle. Freunde machten mir Mut
weiterzumachen. Und Peter erklärte mir, dass
so etwas bei Künstlern schon mal vorkommt.
Er zeigte mir ein paar Kniffe, die ich sofort umsetzte.
So war ich bald mit den Ergebnissen zufrieden und
konnte wieder ruhig schlafen.
Später
bekam ich als besondere Ehrung vom Künstler
Klonowski noch eine kleine Kuh geschenkt, die ich
mir auch hübsch bemalte und die jetzt meine
Wohnung ziert...
Wer
mehr sehen will - und sich vielleicht auch für
die anderen Kühe der Parade interessiert, schaut
hier vorbei: Muhlti-Kuhlti
Bau und Gestaltung der Muhlti-Kuhlti Homepage für
diese Veranstaltung wurde mir von der Firma Innstolz
anvertraut.
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