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Alpengarten
am Schachen
Alpenblumen
Mittwoch,
18. August 2013
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den Fotos der Bergtour Tag 1
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den Fotos der Bergtour Tag 2
Fotos
vom Alpengarten am Schachen
Fotos
der Gebirgsblumen im Alpengarten
Ich
hatte schon viel vom Alpengarten am Schachen gehört
- und gerade vor ein paar Wochen sah ich auch einen
Ausschnitt in einem Film aus dem TV darüber.
Dieser kurze Bericht hatte mich enorm inspiriert,
hier herauf zu kommen. Nun stehen wir vor dem Eingangstor
und sind schon sehr gespannt.
Der Aufstieg von Mittenwald
bis zur Wettersteinhütte dauerte
mit dem schweren Gepäck (16 kg) bis zur Wettersteinhütte
3 1/2 Std inclusive der längeren Walderdbeer-
und Fotopausen. Von der
Wettersteinhütte bis zum Schachengarten
brauchten wir noch einmal 3 1/2 Stunden mitsamt
den Pausen bei den Kühen und den vielen Fotos.
Schon von weitem sehen wir die malerische Alpengarten-Hütt'n.
Der Garten wurde im 19. Jahrhundert erbaut. König
Ludwig II. zog sich bei seinen Gebirgszügen
in dieser Gegend dorthin zurück und genoß
in den luftigen Höhen den atemberaubenden und
wahrlich königlichen Ausblick ebenso wie die
unberührte Natur. Der Anblick, der sich hier
dem Wanderer bietet bleibt unvergesslich. Gerade
hatten wir uns noch ob des langen Weg's und das
schweren Gepäck's überlegt, uns gleich
auf der Wiese ein Schläfchen zu gönnen.
Doch das ist beim Anblick des Bilderbuch-Panoramas
schnell vergessen. Und wir wollen auch keine Zeit
verstreichen lassen, um den herrlichen Alpengarten
zu besuchen.
Schon
beim Anblick des Eingangsbereiches des Gartens vergesse
ich alle Strapazen des Aufstiegs und mir wird klar,
dass dieser Garten mehr Aufmerksamkeit verdient
hat, als ihn nur in wenigen Augenblicken zu durchschreiten.
In diesem einmaligen Pflanzengarten haben mehr als
1000 Pflanzenarten aus aller Welt eine wohl gepflegte
Heimat gefunden. Durch die Höhe des durch Menschenhand
angelegten Gartens (1.860 Meter) finden auch Hochalpinpflanzen
hier ihr Plätzchen. Die Pflanzen haben sich
im Laufe der Evolution an die rauen Klimaverhältnisse
und die kurze Vegetationszeit angepasst.
Die
hier wachsenden Pflanzen stammen ursprünglich
aus den verschiedensten Hochgebirgsregionen der
Welt - zum Beispiel aus unseren heimischen Alpen
- bis hin zum fernen Himalaya. Angelegt wurde der
Alpengarten vom "Botanischen Garten München"
vor mehr als 100 Jahren, der mit viel Liebe die
hier vorzufindenden Pflanzen zusammentrug und aufpflanzte.
Der Hauptgrund zur Anlage des Gartens war, Gebirgspflanzen
in tiefer gelegenen Bereichen anzulegen und zu vermehren.
Die Fläche beträgt einen knappen Hektar.
Hier wächst und entwickelt sich auch die Symbolpflanze
der Alpen prächtig: das Edelweiß. Ein
unter freiem Himmel wachsendes wildes Edelweiß
habe ich bisher nur ein einziges bewundern dürfen:
auf dem Steinspitze (Südlicher Falk - 2347
Meter) falken im Karwendelgebirge! Die filzige Behaarung
auf Blüten und Blättern helfen dem Edelweiß
auch in extremen Höhen und in besonders sonnenbestrahlten
Perioden kaum Wasser zu verdunsten. Das Edelweiß
entwickelt diese Behaarung je stärker, desto
höher sie wächst und größer
die Sonneneinstrahlung ist. Daher sind auch in Gärten
gezüchtete Edelweißpflanzen eher grün
als weiß, da sie deutlich weniger Behaarung
entwickeln.
Jennifer
Wainwright-Klein (Reviergärtnerin für
Anzucht von Alpinpflanzen) und ihr Kollege pflegen
den Garten während der Sommermonate. Zu dieser
Zeit wohnen auch die Mitarbeiter des "Botanischen
Gartens München" in der Blockhütte
mitten im Alpengarten, die wir schon von weitem
sahen. Sie pflegen hier oben die Pflanzen und betreuen
die Besucher.
Der
unglaublich zarte, lilablaue Scheinmohn ist eine
dieser Pflanzen. Er hat seine ursprüngliche
Heimat im Gebirge des Himalaya. Er genießt
trübe Wetterbedingungen wie Regen und Nebel
und gedeiht deshalb im kühlen Alpenklima besonders
gut. Gerade dieses Klima macht sein Wachstum, seine
Blüte und die Samenbildung erst möglich.
Bei den Wärmebedingungen im Flachland würden
zu viel Hitze und zu trockene Luft ihn schnell verkümmern
und absterben lassen.
Wenn
ihr die herrlichen Gebirgspflanzen in voller, intensiv
gefärbter Blütenpracht und in ihrer wilden,
ursprünglichen Art bestaunen wollt, rate ich
euch den Aufstieg auf den Schachen in den Wochen
um Mitte bis Ende August. Der Alpengarten ist Mitte
Juni bis Anfang September geöffnet. Dort sind
auch Führungen möglich:
Alpengarten auf dem Schachen).
Was
mich bei unserem Besuch besonders betrübte,
war die Tatsache, dass die meisten Besucher diesem
seltenen und herrlichen Juwel unserer Alpen nur
wenig wirkliche Aufmerksamkeit schenkten. Ich habe
euch hier eine Auswahl der zu dieser Zeit blühenden
wundervollen Pflanzen zusammengestellt, um euch
zu inspirieren, selbst einmal den Weg hier herauf
zu machen.
Von
Herzen liebe Grüße
eure Regina
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Fotos
der Gebirgsblumen im Alpengarten
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